SAEK Chemnitz in neuem Domizil

Projektpartner, Kursteilnehmer und Freunde des SAEK Chemnitz werden nunmehr in der Ludwigstraße 24 begrüßt.

Der neue Standort bietet mit freundlichen, hellen und liebevoll gestalteten Räumen eine perfekte Atmosphäre zur Durchführung von Projekten und Kursen. Zudem ermöglichen viele grüne Drehorte im Umfeld ideale Bedingungen für Außendrehs. Weitere Zugewinne stellen das extra-große Fernsehstudio und die besseren Parkmöglichkeiten dar.

Das Team des SAEK Chemnitz freut sich auf viele spannende und ereignisreiche Projekte.

 

Medienpädagogische Arbeit vs. Integration von Flüchtlingen

Eine GMK-Mitgliederbefragung brachte es auf den Punkt: Die medienpädagogische Arbeit muss zur Integration von Flüchtlingen wirkungsvoll vorangetrieben werden. Sie hilft vor allem die Vielfalt der Kulturen wertzuschätzen und die Differenzen in Sprachen, Traditionen und Religionen anzuerkennen. In einer globalisierten Welt werden interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger.


Smartphones, Apps und Laptops

Internetnutzung spielt bei den geflüchteten Jugendlichen eine große Rolle. Sie nutzen die digitalen Medien um mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben, weitere Informationen über Fluchtwege zu erhalten und Notrufe abzugeben. Nach ihrer Ankunft im Aufnahmeland werden digitale Medien zur Orientierung, zur Nachrichtensuche und zum Erlernen der deutschen Sprache genutzt.





Leider bieten viele Auffanglager und Unterkünfte keinen Internetzugang an und es gibt nicht genügend Computer um Schulaufgaben erledigen zu können. Darüber hinaus werden die Jugendlichen kaum über Datenschutzmaßnahmen informiert.

Integration Geflüchteter durch Medienpädagogik fördern

Gerade da muss die Medienpädagogik ansetzen um Geflüchtete effektiv zu unterstützen. Die GKM Studie hat ermittelt, dass sich die medienpädagogische Arbeit noch am Anfang befindet und nicht genügenden Fachkräfte zur Verfügung stehen. Oft unterstützen Ehrenamtliche in interkulturellen Einrichtungen die Jugendlichen bei medienpraktischen Projekten wie fotografische Stadteilerkundungen und selbstproduzierte Erklärfilme. Hauptsächlich geht es um die Förderung des Selbstwertgefühls, dass sie ihre Erfahrungen und Wertvorstellungen in die gemeinsame Arbeit mit einbringen. Bislang werden Erwachsene oder gemischte Altersgruppen kaum angesprochen, die vorwiegenden Zielgruppen sind Jugendliche und Kinder.

Die Einrichtungen sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um medienpädagogische Fachkräfte mit hohen Kompetenzen einzusetzen. Laut der GMK-Mitarbeiterbefragung besteht eine hohe Bereitschaft und ein kreatives Potential bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die medienpädagogischen Angebote reichen von Informationen rund um das Thema Flucht (Bundeszentrale für politische Bildung) über ein Refugee Radio (ALEX Berlin), Kino für Flüchtlinge (Gallus Zentrum Frankfurt), visuelle Medienprojekte zur Alltagsorientierung (GMK-M-Team), Filme zum Thema Flucht und Interkulturalität (Medienprojekt Wuppertal) bis hin zu einem Blog von Flüchtlingen für Flüchtlinge (medien+bildung.com).

Finanzielle Förderungen und gezielte Förderprogramme

Damit sich die Flüchtlinge die Fähigkeit aneignen können, das Internet und weitere Medien uneingeschränkt risiko- und medienkompetent zu nutzen, werden zukünftig gezielte Förderprogramme benötigt um die medienpädagogische Arbeit mit Fachkräften zu gewährleisten. Laut GMK sind nachhaltige Maßnahmen dringend notwendig. Die GMK als medienpädagogischer Dach- und Fachverband bietet ihre Kompetenzen und Fachkenntnisse für die Medienarbeit mit Geflüchteten an und schlägt folgende Maßnahmen vor.

  • Bereits vorhandene Aktivitäten sind zu bündeln und sichtbar zu machen, damit andere aus den Good-Practice-Beispielen lernen können.
  • Multiplikator/-innen sollten medienpädagogisch und interkulturell geschult werden, damit medienpädagogische Aktivitäten in die Breite getragen werden können. Das beginnt bei der Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern, reicht über die Fortbildung von Lehrkräften bis hin zu Sozialarbeiter/-innen und Therapeut/-innen.
  • Um die Sprachprobleme zu reduzieren, wäre es u.a. hilfreich, Flüchtlinge, beispielsweise im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres, in die medienpädagogische Arbeit mit Geflüchteten einzubeziehen.

Beispiele von medienpädagogischer Flüchtlingsarbeit/Mitglieder der GMK und ihre Angebote: