Medienkompetenz für alle: W + M 2000 macht Jung und Alt fit im verantwortungsbewussten Medienumgang
Medienkompetenz ist wirklich keine Frage des Alters: Das beweisen die Projekte von W + M 2000, egal ob mit 4 oder 84 Jahren. So wird es beispielsweise am 13. September 2010 eine Abschlussveranstaltung zur erfolgreichen Beendigung des Projektes „www.sachsenbeste.de - Medienkompetenz für die Generation 60plus“ geben. Schirmherrin dieser Veranstaltung ist Christine Clauß, Sozialministerin des Freistaates Sachsen. Im Rahmen des Projektes haben über 200 Seniorinnen und Senioren aus ganz Sachsen in Kursen bei den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen (SAEK) in diesem Jahr den Umgang mit Computer und Internet gelernt und gehen seitdem eifrig ihren Weg durch die digitale Medienwelt. Das W + M 2000 damit „im Trend“ liegt, beweist auch die aktuelle Studie der Initiative D21. Laut (N)Onliner Atlas ist bei den über 60-Jährigen das größte Wachstum bei der Internetnutzung zu verzeichnen.

Doch auch bei den Allerkleinsten steht die frühe Förderung der Medienkompetenz heutzutage auf dem Programm. Und so startet in dieser Woche das Projekt „Ich höre was, was du nicht hörst“ in vier Kindertagesstätten in Sachsen. Getreu dem Titel steht der Hörsinn im Mittelpunkt: vom genauen Zuhören, über die Aufnahme von Geräuschen bis hin zur Produktion einer eigenen kleinen Hörgeschichte. Bei der Auswahl der Projektstandorte hat W + M 2000 sich bewusst für eher ländliche Regionen entschieden, um auch dort Kindern, Eltern und Pädagogen zu ermöglichen, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu erlernen und zu fördern. Bis zum Ende des Jahres werden die Kitas in Hoyerswerda, Eilenburg, Bergen und Olbernhau gemeinsam mit den Betreuern und Medienpädagogen der SAEK im Rahmen der Initiative zusammenarbeiten. Ein Projekt, das sich hören lassen kann.

Beide Projekte werden durch die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) gefördert.
Ein Ständchen für den Präsidenten: SAEK-Nachwuchsredakteure gratulieren Prof. Kurt-Ulrich Mayer
SLM-Medienrats-Präsident blickt auf zwölf erfolgreiche Jahre mit SAEK & Co. zurück
Am 2. Juli 2010 lud die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) zu ihrem traditionellen Sommerfest. Vertreter aus Medien, Politik und Wirtschaft feierten gemeinsam in Leipzig.
Und es gab noch einen ganz besonderen Anlass zum Applaudieren: Der langjährige Präsident des Medienrates, Prof. Kurt-Ulrich Mayer, feierte seinen 60. Geburtstag und freute sich über die zahlreichen Glückwünsche. Die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) gratulierten mit dem eigens für Mayer komponierten Lied „Happy Birthday Mr. President“.

Gleichzeitig wurde Kurt-Ulrich Mayer nach zwölf Jahren Amtszeit von seinem Amt als Präsident des Medienrates der SLM verabschiedet. Er erinnerte sich im Interview mit info tv gern an den Meilenstein seiner Karriere: „Der Aufbau der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle, mit dem wir ja schon früh begonnen haben, 1996, 1997. Und das war ein völlig richtiger Schritt, den wir damals gemacht haben.“
Einen kurzen Beitrag zum Sommerfest der SLM finden Sie hier.
Kindheit + Medien = Medienkinder? Frühe Medienbildung als Grundlage für verantwortungsbewussten Medienumgang
Sachsenweite Initiative „Ich höre was, was du nicht hörst“ in Kindertagesstätten stärkt Medienkompetenz der Kleinsten
In der heutigen Informationsgesellschaft gehören Medien längst zum Leben der meisten Familien – und somit auch zum Alltag der Allerkleinsten.
Doch welche Rolle spielen Medien wirklich für Kinder? Klarer Favorit bei den Kleinsten ist der Fernseher, gefolgt von Radio und Kassetten bzw. CDs. Der Studie „Kinder und Medien 2003“ zufolge schauen bereits die 2- bis 3-Jährigen täglich über eine Stunde (77 Minuten) fern, bei den 4- bis 5-Jährigen sind es sogar fast zwei Stunden (151 Minuten). (Quelle: Feierabend/Mohr: Mediennutzung von Klein- und Vorschulkindern. In: MediaPerspektiven 9/2004, S. 453ff) Etwa eine halbe Stunde am Tag hören Klein- und Vorschulkinder Radio und Kassetten bzw. CDs. Durch die rasante Entwicklung der Computer- und Internetnutzung in den vergangenen Jahren ist zudem zu vermuten, dass heute, im Vergleich zum Jahr 2003, die sog. „neuen“ Medien wie PC und World Wide Web ebenfalls Einfluss auf die Mediennutzung der 3- bis 6-Jährigen haben und bereits von dieser Altersgruppe mit Unterstützung durch Eltern, Geschwister oder Erzieher genutzt werden. Medien sind also in vielfältiger Art und Weise schon in den Alltag der Kleinsten eingebunden.
Medien und Kinder: entwicklungspsychologische Grundlagen
Wie Kinder Medieninhalte konsumieren, verstehen und interpretieren ist entwicklungsabhängig: Kinder im Kindergartenalter (3 bis 4 Jahre) entwickeln bereits deutliche Vorlieben für bestimmte Medieninhalte – also zum Beispiel für ein bestimmtes Buch, eine Lieblings-CD oder eine Figur aus dem Fernsehen – und beginnen zudem mit ihnen vertrauten Medien selbständig umzugehen. Mit der Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten fangen die Kinder in diesem Alter auch zunehmend an, selbst Geschichten zu erzählen.
Vorschulkinder im Alter von fünf bis sechs Jahren nutzen bereits einen großen Teil der verfügbaren Medien weitgehend selbständig oder mit Unterstützung Älterer und haben eine höhere Aufmerksamkeitsspanne und Abstraktionsfähigkeit als jüngere Kinder.
Mit dem Größerwerden entwickeln sich die sozialen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten der Kinder und damit verändern sich auch zunehmend die Wahrnehmung von Medien und das Verständnis für deren Inhalte.
Medienbildung von Anfang an
In der heutigen Medienwelt ist frühe Medienbildung also umso wichtiger, um Kindern zu ermöglichen, einen verantwortungsbewussten Medienumgang zu erlernen.
Daher startet W + M 2000 gemeinsam mit den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen (SAEK) in diesem Jahr die sachsenweite Initiative „Ich höre was, was du nicht hörst“ zur Stärkung der Medienkompetenz von Vorschulkindern. Getreu dem Thema des Projektes steht der Hörsinn im Mittelpunkt. So beschäftigen sich die Kinder intensiv mit Geräuschen und Musik: vom genauen Hinhören bis zum Nachmachen und Aufnehmen verschiedener Geräusche und Töne. Im Laufe des Projektes ist sogar die Entwicklung und Produktion einer komplett eigenen Hörgeschichte geplant. Das medienpädagogische Projekt ermöglicht es den Kindern, erste Erfahrungen im Umgang mit Medien zu sammeln und sich kreativ mit ihnen auszudrücken.

Unterstützt werden die Kita-Gruppen dabei von den Betreuern und Medienpädagogen der SAEK. Das Projekt ist nach den Sommerferien über einen Zeitraum von ca. drei Monaten geplant und dank einer Förderung der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) für die teilnehmenden Kitas komplett kostenfrei. Das Projekt wird parallel in vier Regionen Sachsens durchgeführt: in Eilenburg, Hoyerswerda sowie im Vogtland und dem Erzgebirge. Dabei sollen ganz gezielt Regionen angesprochen werden, in denen medienpädagogische Projekte bislang nicht in großer Zahl durchgeführt wurden.
Die aktive Projektphase beginnt im August 2010. Mehr dazu in Kürze hier.
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